Craniosacral: Von Kopf bis Fuss im Gleichgewicht

Craniosacral: Von Kopf bis Fuss im Gleichgewicht

Kaum etwas zermürbt so sehr wie chronische Leiden: Wenn Schleudertrauma, Migräne, Tinnitus oder Verdauungsbeschwerden auf die Lebensqualität drücken, ist oft das Gleichgewicht im Körper aus dem Lot. Craniosacral-Therapie ist eine bewährte Behandlung, um dieses wieder in Einklang zu bringen.

Was ist Craniosacral-Therapie?

Das Erfolgsgeheimnis der Craniosacral-Therapie – oder kurz oft auch einfach „Cranio“ genannt – beruht auf einer Sicht aufs Ganze. Diese Therapieform geht davon aus, dass ein anhaltender Schmerz nicht isoliert an der Stelle betrachtet und behandelt werden sollte, wo er auftritt. Cranio betrachtet den Menschen ganzheitlich. Diese Behandlung geht davon aus, dass der Körper von Natur aus eine Einheit ist, die sich in ihren verschiedenen Teilen im Gleichgewicht hält. Ist dieses Gleichgewicht gestört, äussert sich das ganz unterschiedliche Weise. Nicht selten findet sich ist die Ursache für einen Schmerz an einem anderen Ort, als er auftritt.

Ursprung in der Ostheopathie

Diese Ansicht teilt die Crano Sacral Therapie mit der Osteopathie. Das ist naheliegend, denn Cranio hat sich aus diesem bewährten Zweig der Alternativmedizin heraus entwickelt. Genau genommen ist Craniosacral-Therapie eine Spezialisierung, die sich auf die Verbindung von Schädel und Kreuzbein fokussiert. Diese beiden Körperteile sind auch namensgebend für diese alternative Therapieform: Cranium ist der lateinische Name für den Schädel, Sacrum für das Kreuzbein.

Treffend und detailliert beschrieben wird die Entstehung der Cranio-Sacral-Therapie auf der Website der Schweizerischen Gesellschaft für Craniosacral Therapie.

Craniosacral-Therapie stärkt Selbstheilung

Schon früh erkannten die Pioniere der Craniosacral-Therapie, dass der Körper ein ungeheures Potential hat. Er kann sich selber in sein Gleichgewicht zurückführen und an veränderte Bedingungen anzupassen. Während der Behandlung werden die verschiedenen Rhythmen im Körper ertastet und beeinflusst. Dadurch wird die Selbstheilungskraft des Körpers aktiviert, damit er wieder in sein individuelles Gleichgewicht zurückfindet. Somit strebt die Therapeutin/der Therapeut also einen sanften Einfluss von Innen an, der den Körper in seiner Selbstheilung unterstützt.

Wann hilft Craniosacral-Therapie?

Seit Crano in den 70er Jahren als eigenständige Therapieform begründet wurde, entwickelte sie sich durch neue Erkenntnisse stetig weiter. Therapeuten und Forscher verfeinerten die Anwendung. Dadurch kommt die Behandlung heute bei verschiedensten körperlichen Leiden zum Einsatz. Dazu gehört beispielsweise die Linderung von Beschwerden bei einer Krankheit, die Behandlung von Schmerzen nach einem Unfall oder wenn eine Körperfunktion Probleme verursacht. Oft angewendet wird Craniosacral-Therapie bei Schleudertrauma, chronischen Schmerzen, Kopfschmerzen und Migräne, Tinnitus und Verdauungsbeschwerden, bei Störungen des Immunsystems oder wenn Stress die normalen Körperfunktionen beeinträchtigt.

 

Sanfte Behandlung in bequemer Lage

Unabhängig von den Beschwerden steht am Anfang der Cranio-Therapie ein Gespräch. Dabei geht die Therapeutin/der Therapeut auf die persönliche Lebenslage und das gesamte körperliche Wohlbefinden der Patientin oder des Patienten ein. Die Behandlung erfolgt dann meistens liegend auf dem Rücken.

Die Therapeutin/der Therapeut nutzt dabei seine Handflächen und Finger und aktiviert den Körper. Dies erfolgt vorwiegend im Bereich von Schädel, Wirbelsäule, Becken und Füsse. Dabei geht die behandelnde Person sehr sanft vor: Craniosacral-Therapie tut nicht weh und verursacht in der Regel keine Schmerzen.

Krankenkassen und Cranio

Damit Craniosacral-Therapie wirkt, braucht es in den meisten Fällen mehr als eine Behandlung. Die Kosten dafür übernimmt zu einem Teil die Zusatzversicherung. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse zu Details.

Freie Termine bei Manomed

Für einen ersten Termin bei uns können Sie sich über den allgemeinen Praxiskontakt von Manomed anmelden. Wir lassen sie nicht lange warten und ermöglichen Ihnen oft innert Wochenfrist einen freien Termin.

Zur Autorin:

Pascale Schürmann ist ausgebildete Craniosacral-Therapeutin mit EMR-Anerkennung. Der ganzheitliche Ansatz hat sie überzeugt, und sie freut sich über seine wachsende Beliebtheit. Damit sie der in der innovativen Behandlungsmethode auf dem Stand der Erkenntnisse bleibt, bildet sie sich regelmässig weiter.

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Faszinierende Faszien

Faszinierende Faszien

Rückenschmerzen können von Muskeln ausgehen, von Gelenken, Bändern und Bandscheiben – oder von den Faszien. Dieses feine Gewebe wurde lange unterschätzt in seiner Bedeutung für das körperliche Wohlbefinden und die Beweglichkeit. Dank neuster Forschungen verstehen wir nun die beeindruckende …

… und bedeutsame Funktion von Faszien besser. Mit diesem Wissen können sie im Faszientraining auch gezielt gepflegt und gestärkt werden. Und so lässt sich die Ursache für manchen Schmerz im Rücken beseitigen.

Wenn das Kreuz oder der Nacken schmerzt, sind die üblichen Verdächtigen schnell genannt: Betroffene Personen, aber auch Fachkräfte wie Ärzte und Physiotherapeuten suchen meist die Ursache in den Muskeln oder beim Skelett. Dass auch Faszien eine Schmerzquelle sein können, wurde lange Zeit nicht bedacht. Erst in der letzten Zeit erkannte man, dass dieses Körpergewebe eine bedeutende Rolle spielt beim reibungslosen Bewegungsablauf. In der Umkehrfolge sind Faszien aber auch viel häufiger als angenommen dafür verantwortlich, wenn es irgendwo im Körper zwickt oder klemmt.

Keine Muskelfunktion ohne Faszien

Um ihre Bedeutung zu erkennen, muss man zuerst wissen, was Faszien sind und wie sie funktionieren. Die Rheumaliga Schweiz  bezeichnet Faszien als das, was früher unter dem Namen Bindegewebe bekannt war. Es handelt sich dabei um Proteinfasern. Sie umhüllen jeden Muskel und sind damit im ganzen Körper vorhanden. Eine wichtige Funktion ist, dass dank ihnen benachbarte Muskeln aneinander entlangleiten können. Zudem stützen Faszien den Muskel und halten ihn in seiner Form. Faszien sind aber nicht nur passives Gleitmittel und Gerüst. Die neuste Faszienforschung hat ergeben, dass sich Faszien unabhängig von Muskeln zusammenziehen können. So speichern sie Energie und unterstützen die Muskeln bei der Kraftübertragung.

Ein empfindsames Netz

Gesundheitswissenschaftler haben auch herausgefunden, dass Faszien sehr stark von Nerven durchzogen sind – viel mehr sogar als Muskeln. Dadurch ist das Bindegewebe schmerzempfindlicher und beeinflusst körperliche Beschwerden wahrscheinlich sogar mehr als Muskeln. Die beiden Frankfurter Forscher Dr. Jan Wilke und Prof. Winfried Banzer  konnten zudem nachweisen, dass alle Faszien im Körper zusammenhängen. Sie bilden ein feines Netz, das den ganzen Körper durchdringt. Diese Entdeckung ist eine Erklärung dafür, dass Schmerzen nicht an den verursachenden Stellen auftreten, sondern in ganz anderen Körperteilen.

Verklebte Faszien verursachen Schmerzen

Doch wie kommt es, dass Faszien Schmerzen verursachen? Mediziner haben herausgefunden, dass Faszien empfindlich reagieren auf Reize wie Stress und zu schwere körperliche Belastung. Sie reagieren aber auch darauf, wenn der Körper zu wenig bewegt wird. «Wer sich nicht bewegt, verklebt», fasst es der Faszienforscher Robert Schleip kurz und prägnant zusammen. Sowohl bei Überforderung wie auch bei Unterforderung können die an sich geschmeidigen Faszien verhärten und ihre Beweglichkeit verlieren. Sie senden dann Warnsignale an die Muskeln aus, die in der Folge Entzündungsstoffe ausschütten und so zu schmerzen beginnen.

Abwechslung bestimmt die Behandlung

Menschen, denen Faszien Schmerzen bereiten, kann glücklicherweise relativ einfach geholfen werden. Mit gezielter Therapie und Training können die Verhärtungen der Faszien gelöst werden. Am Anfang einer erfolgreichen Behandlung steht eine präzise Diagnose durch eine Fachperson. Sie muss die Körperstelle ermitteln, die den Schmerz verursacht und zugleich absichern, dass auch wirklich Faszien das Leiden verursachen. Mit dieser Diagnose kann die passende Behandlung bei einer in Angriff genommen werden. Schwere Verhärtungen der Faszien müssen mit einer gezielt angewendeten manuellen Therapie gelöst werden. Für leichtere Verhärtungen und zur Prävention von Beschwerden empfiehlt sich ein Faszientraining. Dabei wird das Gewebe mit vielfältigen Bewegungen in alle Richtungen wieder beweglich gemacht wird. Statt eine bestimmte Bewegung stetig zu wiederholen, bestimmt die Abwechslung verschiedener Übungen ein gutes Training für Faszien.

Faszientraining nicht ohne Anleitung

Bei der Physiotherapie ManoMed legen speziell ausgebildete Therapeutinnen fest, welche Übungen beim Faszientraining in Frage kommen. Wir achten darauf, dass diese auch zur behandelten Person passen. Menschen, die zum Beispiel an Durchblutungsstörungen oder Erkrankungen am Lymphsystem leiden sowie Frauen während der Schwangerschaft müssen beim Faszientraining vorsichtig sein. Sie sollten auf gewisse Übungen verzichten oder diese nur ganz sanft anwenden, damit sie keine zusätzlichen Schmerzen verursachen. Hat eine Person die passenden Übungen für sich gelernt, kann sie diese auch flexibel und preiswert zu Hause wiederholen. Als Trainingsgerät kann dabei die aktuell sehr populäre Faszienrolle eingesetzt werden. Ein Termin bei der Therapeutin ist dann nur noch für die Kontrolle der Trainingswirkung notwendig.

Faszientraining bei ManoMed

Die Bedeutung von Faszien für das körperliche Wohlbefinden zeigt sich auch bei unserer Arbeit. Seit ManoMed gezieltes Faszientraining anbietet, steigt die Nachfrage nach dieser Therapieform stetig an. Aktuell gehört es bereits zu den drei häufigsten Behandlungen in unserer Praxis. Alle Physiotherapeutinnen bei ManoMed haben sich in diesem Bereich weitergebildet und bieten Faszientraining an.

Zur Autorin:

Pascale Schürmann hat sich in der Behandlung von Faszienbeschwerden weitergebildet und bietet bei Physiotherapie Manomed Faszientherapie und Faszientraining an.